No Pasarán

19. Mai 2026
18:00 - 19:00
WIR AG
Martin-Luther-Str. 21, Dresden, 01099
Zum Kalender hinzufügen: iCal Download

Der Spanische Bürgerkrieg – eine Einführung
Input und Diskussion

Um den Spanischen Bürgerkrieg (17. Juli 1936 – 1. April 1939) und die Internationalen Brigaden ranken sich, je nach der politischen Verortung, zahlreiche Deutungen und Mythen.

Da sind die Lieder. Mamita mia, Madrid du Wunderbare, oder die Thälmann-Brigade, über deren Schützengräben Spaniens Himmel seine Sterne ausbreitet – Warm ums Herz wird es auch heute noch manchen Linken, wenn die alten antifaschistischen Gassenhauer angestimmt werden. Ja, es gab sie, die Solidarität, die Opferbereitschaft, den antifaschistischen Internationalismus im Kampf gegen den Falange-General Franco und seine Bündnispartner:innen: deutsche Nazis und italienische Faschist:innen.

Doch es gab auch Terror, Gewalt, Verfolgung im antifaschistischen Kampf. Moskautreue Kommunist:innen machten Jagd auf Anarchist:innen und antistalinistische Linke. Der stalinistische Terror reichte bis unter Spaniens Himmel. Tausende Antifaschist:innen verschwanden in den Kerkern stalinistischer Politkommissar:innen, oder beendeten ihren antifaschistischen Kampf vor Erschießungskommandos aus Thälmann-Brigadisten. Und letztlich siegten die Faschist:innen. Fast eine halbe Million Menschen starben im Bürgerkrieg und Francos Diktatur überlebte bis zu seinem Tod im Jahre 1975.

Welche Bedeutung hat der Bürgerkrieg noch heute, 90 Jahre nach seinem Beginn, für die spanische Gesellschaft? Warum verbindet eine Operation „Bolero-Paprika“ Dresden mit dem Spanischen Bürgerkrieg? Wieso existiert in Deutschland antifaschistische Erinnerungskultur kaum? Was können Linke heute aus dieser Zeit lernen und mitnehmen?

In seinem Input wird Andreas Wassermann grundlegend auf den Spanischen Bürgerkrieg, verschiedene Akteur*innen und die Entstehung der Internationalen Brigaden eingehen.

Die Veranstaltung findet im Rahme der Jungen Rosa statt. Junge Rosa ist ein Veranstaltungsformat, welches sich explizit an Jugendliche und junge Erwachsene richtet.

Organisiert durch:

Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen e. V.
terminal.digital