„Manchmal trieb mich die Kälte in die Kneipen, besonders im Stadtteil Dresden-Neustadt…“ Mitte der 1970er Jahre kam der Künstler Michael Touma nach Sachsen. Nach Stationen in Leipzig begann er sein Kunststudium an der Dresdner Kunstakademie – und fing an, die Stadt auf ganz eigene Weise zu erkunden. Auf nächtlichen Streifzügen durch die schwach beleuchteten Gassen und Häuser von Dresden hielt er die Stadtlandschaft in Skizzen, Bleistift- und Kreidezeichnungen fest. Es waren Wege voller intensiver Begegnungen, flüchtiger Momente und nächtlicher Entdeckungen, die bis heute ihre Spuren hinterlassen haben.
Touma liest Erzählungen, die von seiner Studienzeit in Dresden und Leipzig inspiriert sind. Der Aufenthalt in Dresden offenbart eine spannende Vergangenheit von Künstler:innen, die ihr Leben zwischen Haifa und Dresden teilten. Die Lesung wird mit kurzen Animationen und Videos begleitet.
Michael Touma, geboren 1956 in Haifa, kam 1974 erstmals in die DDR und studierte Malerei an den Kunsthochschulen in Dresden, Ost-Berlin und Leipzig, unter anderem als Meisterschüler bei Professor Bernhard Heisig an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Er arbeitet vielseitig in Malerei, Grafik, Video, Plastik, Installation, Performance und seit 2003 auch als Schriftsteller. Seit 1998 lebt und arbeitet er freischaffend zwischen Leipzig und Haifa. Seine Werke waren unter anderem im Grassi Museum für Völkerkunde und im Museum der bildenden Künste Leipzig zu sehen; zuletzt erschienen seine Bücher »Die Reise« (2024), »LIEBE« (2025, mit Grit Kurth) und »Warum nach dem Mond greifen, wenn die Liebe zum Greifen so nah ist?« (2026).
Michael Touma: SPUREN
Nächtliche Streifzüge und persönliche Einblicke in das Dresden der 70er Jahre
Mittwoch, 23.09.2026 | Einlass 18:30 Uhr | Beginn 19:00 Uhr | Eintritt frei, Spenden willkommen
Dauer der Lesung: ca. 45-60 Minuten. Im Anschluss wird es ein moderiertes Publikumsgespräch geben.
Moderation: Stephan Zwerenz, SLUB Dresden / Gründungsmitglied Hole of Fame e.V.