Naziterror konsequent aufklären.

29. Januar 2026
7:30
Oberlandesgericht Dresden Außenstelle
Hammerweg 26, Dresden, 01099
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Naziterror konsequent aufklären.

Antifaschistische Kundgebungen und kritische Prozessbegleitung anlässlich der Aussagen des wegen Mordes verurteilten NSU-Mitglieds B. Zschäpe.

29. Januar 2026, 7:30 Uhr

OLG-Außenstelle, Hammerweg 26, Dresden

Ein Bruch, der nötig war. Mit den Worten „Dann sag die Wahrheit!“, unterbrach Gamze Kubaşık die Vernehmung von Beate Zschäpe vor dem Oberlandesgericht Dresden. Der Ruf galt der wegen Mordes verurteilten Rechtsterroristin, die gemeinsam mit Kompliz*innen des NSU für den Mord an Mehmet Kubaşık, den Vater von Gamze Kubaşık, und neun weiteren Menschen verantwortlich ist.

In Dresden sollte die Rechtsterroristin zu ihrer engen Weggefährtin Susann Eminger befragt werden, der vorgeworfen wird, die terroristischen Vereinigung unterstützt zu haben. Auch wenn Zschäpe stundenlang redete, hat sie dabei wenig gesagt. Das Gericht, immerhin ein mit fünf Richter*innen besetzter Senat, hat dem wenig entgegengesetzt. Tatkomplexe wurden oberflächlich

abgefragt, Widersprüchen nicht nachgegangen, Schutzbehauptungen nicht hinterfragt. Das ist bitter, weil der jahrelange NSU-Terror eine Zäsur in der bundesdeutschen Geschichte markiert und die Betroffenen weiterhin auf vollständige Aufklärung und Gerechtigkeit warten. Hierfür trägt das Gericht Verantwortung, erst recht weil die Betroffenen im Verfahren keine Stimme haben – denn eine Nebenklage ist nicht zugelassen.

Grund genug, Nazis und Justiz genau auf die Finger zu schauen. Am 29. Januar 2026 soll die Vernehmung von Zschäpe fortgesetzt werden. Gemeinsam mit Angehörigen und Betroffenen des NSU-Terrors rufen wir zur Kundgebung vor Prozessbeginn auf. Im Anschluss besuchen wir zusammen den Prozess. Kommt zahlreich, zeigt euch solidarisch!

Organisiert durch:

Anarchistisches Netzwerk Dresden
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