FREIHEIT FÜR WEN?

23. Juni 2026
19:00 - 21:00
Zentralwerk Kultur- und Wohngenossenschaft
Riesaer Str. 32, Dresden, 01127
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Mileis Argentinien als Versuchslabor der Ultrarechten*

Buchpräsentation und Diskussion mit Frederic Schnatterer (Autor), Paula Sabatés (Journalistin, Argentinien) und Torge Löding (Leiter RLS-Regionalbüro Buenos Aires)

Ende 2023 übernahm Javier Milei die Präsidentschaft in Argenti­nien. Aus den Parlamentswahlen im Herbst 2025 ging er, flankiert von der US-Regierung, gestärkt hervor. Auch international heißt es über den selbsternannten Anarchokapitalisten oft, er bringe Argentinien nach Jahrzehnten der Misswirtschaft wieder auf Vordermann. Doch woraus besteht sein ultraliberales Schockprogramm? Wer profitiert, wer leidet unter der Rosskur? Welchen Schaden nimmt die Demokratie? Ist die Kettensäge Ausdruck einer international erstarkenden Ultrarechten in einer Welt des Umbruchs?

Und auch einen direkten Bezug zu Sachsen gibt es:

In Dresden wurde Ende 2025 das „Javier Milei Institut für Deregulierung in Europa“ gegründet. Im März 2026 organisierte das Institut in Schkeuditz bei Leipzig die erste „Milei-Konferenz“ unter dem Motto „Deutschland deregulieren. Jetzt!“. Dahinter stehen neoliberale und libertäre Netzwerke, die den argentinischen Präsidenten als Vorbild für den Abbau von Sozialstaat, Recht von Arbeitnehmer*innen und staatlicher Regulierung in Deutschland nutzen wollen.

Während Milei in Teilen der deutschen Rechten als Symbol für radikalen Bürokratieabbau gefeiert wird, wächst in Argentinien selbst die Kritik an seiner Politik. Dort sorgen Sozialkürzungen, Deregulierungen und Angriffe auf Arbeitnehmer*innenrechte für zunehmende Proteste.

Damit stellt sich auch die Frage: Ist Argentinien ein Schaufenster für eine Politik, die künftig auch in Deutschland an Einfluss gewinnen könnte? Und wie sieht der Widerstand in Argentinien aus – einem Land, das auf eine lange Tradition sozialer Kämpfe und gesellschaftlicher Mobilisierung zurückblickt?

Es diskutieren:

  • Frederic Schnatterer pendelt als freier Journalist und Autor zwischen Berlin, Madrid und Buenos Aires. Für sein Buch „Freiheit für wen? – Mileis Argentinien als Versuchslabor der Ultrarechten“ sprach er mit Expert:innen, Politiker*innen, Aktivist*nnen und Journalist*innen, war auf Demonstrationen, in Suppenküchen oder bei Militärparaden. Er besuchte Lithium- und Kupferminen, das Öl- und Gasfeld Vaca Muerta und Wahlkampfveranstaltungen. Seine Analyse gibt Hinweise darauf, welche Lehren sich aus dem ,Projekt Milei‘ ziehen lassen.
  • Paula Sabatés ist Journalistin in Argentinien und arbeitet für kritische Printmedien wie Página/12, das Radio und das Fernsehen. Außerdem ist sie in der argentinischen Pressegewerkschaft SIPREBA aktiv.
  • Torge Löding leitet seit September 2022 das RLS-Regionalbüro „Cono Sur“ in Buenos Aires. Er berichtet von der Arbeit der Stiftung in einer polarisierten Gesellschaft und deren Suche nach einer politischen Alterna

Eine Veranstaltung des Büros der Rosa-Luxemburg-Stiftung Buenos Aires, des Dunya Collectives und der RLS Sachsen.

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*Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

 

Organisiert durch:

Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen e. V.
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