Entlang Spomeniks durch den Balkan – zwischen Bewunderung und Vernachlässigung

10. Februar 2026
19:30 - 22:00
Kaffee konkurs
Bischofsweg 21, Dresden, 01099
Zum Kalender hinzufügen: iCal Download

Begleitet unser kleines Projekt, welches als Erkundung der Geschichte des Widerstands und der Friedensbestrebungen Jugoslawiens begann. Unsere Reise entwickelte sich zu drei Bikepacking-Abenteuern, die sich über 3.500 Kilometer durch ein Land erstreckten, das heute nicht mehr existiert.

Unterwegs besuchten wir zahlreiche Spomeniks, jene riesigen Betonmonumente zu Ehren der gefallen Partisanen und als Ausdruck des Aufbruchs in eine befreite Gesellschaft. Heute sind viele davon zerstört, vergessen oder werden romantisiert. Diese Monumente stehen oft im Kontrast zu atemberaubenden Landschaften und gastfreundlicher Warmherzigkeit. Sie stehen jedoch auch im Gegensatz zur harten Realität der Kriege der 90er Jahre, deren Schatten bis heute auf die aktuellen Konflikte fällt.

Der Balkan. Das sind oft „die Anderen“. „West-Balkan“, „Rest-Balkan“ oder „Wildes Europa“ sind gern genutzte Synome und Umschreibungen für den Teil Südosteuropas, der nicht Teil der EU ist. Manchmal wohlwollender Ausdruck einer Tourismusbroschüre, manchmal politisches Kalkühl.

Der Balkan, dass war vor 85 Jahren aber auch das Königreich Jugoslawien; eines der wenigen Länder im besetzten Europa, welches sich weitestgehend selbst von den Faschisten befreien konnte und wo die breite Widerstandsbewegung der Partisanen bereits 1941 Erfolge erringen konnten.

Spomeniks erinnern an diese Erfolge und Teil einer weltweit einzigartigen Erinnerungskultur.

Eintritt: frei
Dauer: ca. 2h

terminal.digital