Am 27. Januar 2026 jährt sich die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau zum 81. mal. Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee den Ort, der Synonym steht für das singuläre Menschheitsverbrechen, das mindestens sechs Millionen Jüdinnen und Juden das Leben nahm. Dem deutschen Allmachtstreben und Rassenwahn fielen aber auch Sinteze und Romnja, behinderte Menschen, politische Gegner*innen, homosexuelle Menschen, Transpersonen, sogenannte Asoziale, Zwangsarbeiter*innen, Kriegsgefangene und Zivilist*innen zum Opfer.
Diesen Menschen wollen wir auch am 27. Januar 2026 wieder gemeinsam gedenken. Doch wollen wir dieses Jahr nicht in der Starre des Erinnerns und Gedenkens verharren. Wir wollen auch aufzeigen und daran erinnern, dass es Widerstand gab. Das sich die, die man zu vernichten suchte nicht wie Lämmer zur Schlachtbank trieben ließen. Wir wollen erinnern an die mutigen Jüdinnen und Juden, Romnja und Sinteze, die sich der Vernichtung nicht nur entzogen, sondern anderen halfen und Widerstand leisteten.
Nicht zuletzt wollen wir aber auch das Leben feiern und zeigen, dass dies für die Überlebenden weiterging und wieder aufblühte. Auch wenn das bei dem global wachsenden und grassierenden Antisemitismus nicht mehr selbstverständlich ist, welcher zynischer Weise seit dem Oktober 2023, dem verheerendsten antisemitischen Massaker seit 1945 vorherrscht. So wollen wir mit euch das Leben feiern und zeigen, dass jüdisches Leben sehr lebendig ist. Deshalb gehen wir im Anschluss an die Veranstaltung mit allen Interessierten die jüdische Gemeinde auf dem Alten Leipziger Bahnhof besuchen.
Wanderausstellung @Jüdische Kultusgemeinde
Die Kultusgemeinde eröffnet am 27. Januar 2026 die Ausstellung „Aus der Vergangenheit in die Gegenwart“. Die Foto/Text-Ausstellung beschreibt auf 25 Tafeln das Leben der Gemeinde und ihre Beziehungen zur dresdner Stadtgesellschaft.
Organisiert durch:
Ostra e.V.