Nahezu jede dritte Frau* wird in Deutschland im Laufe ihres Lebens Opfer sexualisierter Gewalt. Weltweit sind es laut WHO rund 840 Millionen Frauen* – bei weiterhin hohen Dunkelziffern. Und doch erleben Betroffene bis heute häufig Unglauben, Schuldzuweisungen und Verharmlosung. Aussagen wie „Sie hat es provoziert“ oder „Warum ist sie nicht früher gegangen?“ sind keine Einzelfälle, sondern Ausdruck tief verankerter gesellschaftlicher Mythen. Sie entlasten Täter(*innen) und isolieren Betroffene.
Anlässlich des Feministischen Kampftags wollen wir diesen Erzählungen etwas entgegensetzen. Im Workshop beschäftigen wir uns damit, woher Mythen über sexualisierte Gewalt kommen, warum sie so wirkmächtig sind und weshalb sie trotz besseren Wissens immer wieder reproduziert werden.
Anhand aktueller Beispiele aus öffentlichen Debatten, Medienberichten und eigenen Erfahrungen analysieren wir diese Muster gemeinsam – und reflektieren dabei auch unsere eigene Rolle. Ziel des Workshops ist es, Argumente zu entwickeln, Mythen zu entkräften und handlungsfähiger zu werden: im Alltag, online und im politischen Kontext.
Der Workshop richtet sich an alle, die sexualisierter Gewalt und Betroffenenfeindlichkeit solidarisch entgegentreten wollen und bereit sind, sich kritisch mit eigenen Perspektiven auseinanderzusetzen.
Referentin: Laura Franke
Sozialpädagogin (B.A.), Sexualwissenschaftlerin (M.A., im Studium) und Sexualpädagogin
Die Teilnahme ist nur mit Anmeldung möglich. Die Workshoplänge beträgt 3 Stunden.
Die Gruppengröße ist auf maximal 20 Personen begrenzt, um einen geschützten und intensiven Austausch zu ermöglichen.