Abschiebung bedeutet für viele Roma und Romnja nicht „Rückkehr“, sondern den Beginn eines Lebens in Ausgrenzung, Unsicherheit und Rechtlosigkeit. Während in Deutschland von „sicheren Herkunftsstaaten“ gesprochen wird, zeigt die Realität in Serbien etwas anderes: zerstörte Perspektiven und fehlende Chancen auf ein selbstbestimmtes Leben – besonders für Frauen und Kinder.
Die Recherchegruppe Doku+ gibt Einblick in jahrelange dokumentarische Arbeit zu den Langzeitfolgen von Abschiebungen. Anhand von persönlichen Statements, Fotos und kurzen Clips kommen Betroffene selbst zu Wort. Der Vortrag macht sichtbar, wie Entrechtung fortwirkt und wie die historische Verfolgung der Rom:nja bis heute ignoriert wird.
Das Buch ist das Ergebnis von vielen Jahren unabhängiger Recherchen, vor allem aber intensiven Kontakts mit den von der Abschiebung unmittelbar betroffenen Rom:nja.
⫸ mit Allegra Schneider & Maria Ulrich (Doku+)