Wiedereröffnung des Denkmals für den Sinto-Boxers Johann „Rukeli“ Trollmann am Festspielhaus Hellerau von der Künstlergruppe BEWEGUNG NURR
Die Verfolgung und Vernichtung der Roma* und Sinti* im Nationalsozialismus ist nahezu unsichtbar in dieser Stadt, in Europa. Gedenkstätten und Denkmäler mussten erkämpft werden, einige verfallen wieder. Das Berliner Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti* und Roma* Europas soll einem Infrastrukturprojekt weichen.
In Dresden steht eines der größeren Denkmäler in Deutschland, das an den Mord an den Sinti* und Roma* erinnert: Der Boxring 9841 – Ein Denkmal für Johann Rukeli Trollmann auf dem Gelände des Festspielhaus Hellerau. Ausgehend von diesem Denkmal stellen wir Architekturen und Praxen des Erinnerns – die damit einhergehenden Kämpfe, Formen und Ästhetiken vor und verorten sie im Lokalen.
Welche Ideen, Gedanken, Politiken und Widerstände braucht es für das Erinnern an die Verfolgung und Ermordung der Roma* und Sinti* in dieser Gegenwart? Das Programm sucht Antworten.
Programm:
18 Uhr
Eröffnung des Denkmals
Gjulner Sejdi, ROMANO SUMNAL – Roma und Sinti in Sachsen e.V.
Carena Schlewitt, Intendantin HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste
Alekos Hofstetter, Künstlergruppe BEWEGUNG NURR
18:30 Uhr
Freiluftprogramm von Stefanie Busch (Künstlerin), Kathrin Krahl (Fachnetzwerk Antiziganismus/Antiromaismus) und Spirit of Bayon Dresden mit Ausstellung, Siebdruck, Boxtraining, Hip-Hop, Audioinstallationen, Infomaterial.
20 Uhr
„I am what I am“, Dokumentarfilm
(2026, 35 min, deutsche Sprache, R: Allegra Schneider, Anne Klopfer u.a.m.)
Drei Generationen einer Sinti-Familie sprechen über ihre Erfahrungen mit Rassismus und die Verfolgungsgeschichte ihrer Familie. Mehr Infos unter: https://weiterdenken.de/de/i-am-what-i-am
Eine Veranstaltung von HELLERAU und dem Fachnetzwerk Antiziganismus/Antiromaismus Sachsen.