Hammer und Zirkel in Mosambik. Während einer Demonstration in Maputo weht die Flagge der DDR, getragen von „Madgermanes“, Vertragsarbeitern, die einst im Osten Deutschlands schufteten. Einige gründeten dort Familien, wie Eulidio. Seine Tochter Sarah wächst bei Mutter Ingrid in Berlin auf. Die Beziehung zu ihrer „zweiten Heimat“ gedeiht erst nach und nach.
THE HOMES WE CARRY zeichnet das Porträt einer durch die Weltgeschichte zerrissenen Familie zwischen Deutschland, Mosambik und Südafrika. Die dokumentarische Beobachtung von Brenda Akele Jorde folgt Sarahs Versuch, Fäden zusammenzuführen und fortzuspinnen, die im Zuge der Wende abgerissen sind.
Im Anschluss an den Film führen wir ein Filmgespräch mit Luis Mazuze. Er kam 1980 als Vertragsarbeiter aus Mosambik in die DDR und arbeitete als ungelernter Arbeiter in einer Brauerei. Heute ist er Senior-Braumeister und engagiert sich bei Afropa e.V. – einem Verein für afrikanisch-europäische Verständigung und das friedliche Zusammenleben von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund in Dresden.
Die Veranstaltung wird in Kooperation mit Afropa e.V. und akifra e.V. im Rahmen des MOVE IT! Filmfestivals für Menschenrechte durchgeführt.