Der verschämte und unentschiedene Umgang im Sozialen, Privaten und Politischen mit ungewollter Schwangerschaft spiegelte sich lange Zeit auch in der Literatur wider. Erst im 20. Jahrhundert wagten mehr und mehr Autor*innen, die Erfahrung von Abtreibung in ihrer Komplexität literarisch darzustellen. Utopien, Realitäten und Dystopien: „Glückwunsch. 15 Erzählungen zu Abtreibung“ zeigt empathisch und schonungslos unterschiedlichste Perspektiven auf das Thema. Die Welten der Protagonistinnen unterscheiden sich sehr, der unbedingte Wille zur Selbstbestimmung eint sie jedoch alle. Henriette Hölzel (Schauspielerin am Staatsschauspiel Dresden) liest 4 Erzählungen aus „Glückwunsch“. Mit Laura Weber (Mitherausgeberin des Buches) kommen wir ins Gespräch zum Buch.
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