Unter dem Titel „Abspann“ laden wir euch ein, gemeinsam mit uns Filme zu schauen und zu diskutieren. Wir sind eine Gruppe von Student:innen und Dozent:innen des Institutes für Soziologie der TU Dresden, die sich mit Film als Ausdruck gesellschaftlicher Verhältnisse sowie Gesellschaft als Gegenstand filmischer Reflexion beschäftigt. Unser Ziel ist es, Menschen mit Interesse sowohl an Film als auch an geisteswissenschaftlichen Themen zusammen zu bringen, um den Blick auf Filme sowohl zu öffnen als auch zu erweitern. Im Vordergrund steht dabei für uns der offene Austausch mit euch, in welchen wir unseren akademischen Hintergrund einbringen wollen.
Wir sind aus der Sommerpause zurück und freuen uns auf anregende Filme und Analysen mit euch.
Ist Familie die Keimzelle der Gesellschaft? Falls ja, dann beantwortet Mike Leighs Film diese Frage eindeutig mit ‚Ja‘. Gleichzeitig macht er es sich und auch uns Zuschauern wiederum nicht zu einfach. Hier werden Themen verhandelt, die sich in allen unseren westlichen Gesellschaften tief verwurzelt haben, insbesondere ökonomische Ungleichheit und Rassismus. Der Film seziert diese Elemente mit hervorragender Beobachtungsgabe Schicht für Schicht aus den Protagonisten heraus, ohne hierfür die Komplexität der unterschiedlichen Lebensrealitäten zu ignorieren – in Folge der Konfrontation mit diesen brechen sich Scham, Leid, Verbitterung, Missgunst aber auch Vergebung, Fürsorge und Solidarität Bahn. Im Zentrum des Films steht ein Kammerspiel, in dem die hervorragenden schauspielerischen Leistungen bestens zur Geltung kommen.
Der Film wird eingeleitet durch Tino Schieber, einem enthusiastischen Mitglied des PHASE IV e.V.
Es gibt Getränke gegen Spende, kommt vorbei!