Unter dem Titel „Abspann“ laden wir euch ein, gemeinsam mit uns Filme zu schauen und zu diskutieren. Wir sind eine Gruppe von Student:innen und Dozent:innen des Institutes für Soziologie der TU Dresden, die sich mit Film als Ausdruck gesellschaftlicher Verhältnisse sowie Gesellschaft als Gegenstand filmischer Reflexion beschäftigt. Unser Ziel ist es, Menschen mit Interesse sowohl an Film als auch an geisteswissenschaftlichen Themen zusammen zu bringen, um den Blick auf Filme sowohl zu öffnen als auch zu erweitern. Im Vordergrund steht dabei für uns der offene Austausch mit euch, in welchen wir unseren akademischen Hintergrund einbringen wollen.
Die (alte) Lust am Strafen
„Punishment Park“ (1971) ist ein Film des britischen Regisseurs Peter Watkins. Als science-fiction-mockumentary entwirft er eine düstere Zukunft der USA: Politische Gegner werden präventiv verhaftet und vor eine brutale Entscheidung gestellt – entweder jahrelange Gefängnisstrafen zu akzeptieren oder ihr Leben in einem gnadenlosen Wettlauf gegen staatliche Sicherheitskräfte im „punishment park“ zu riskieren. Ob der Film als Metapher auf gegenwärtige Verhältnisse funktioniert oder ob er einen tiefer liegenden Zusammenhang zu einer geheimen Lust am Strafen herausarbeitet, werden wir beim nächsten Abspann gemeinsam sehen und diskutieren.
Es gibt Getränke gegen Spende, kommt vorbei!