BEGIN:VCALENDAR
VERSION:2.0
PRODID:-//wp-events-plugin.com//7.2.3.1//EN
TZID:Europe/Berlin
X-WR-TIMEZONE:Europe/Berlin
BEGIN:VEVENT
UID:10539@terminal.digital
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20260219T190000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20260219T210000
DTSTAMP:20260203T190857Z
X-RECURS:FALSE
URL:https://terminal.digital/events/zum-verhaeltnis-von-antisemitismus-und
 -moralischen-gefuehlen-nach-dem-7-oktober-4/
SUMMARY:Zum Verhältnis von Antisemitismus und moralischen Gefühlen nach d
 em 7. Oktober
DESCRIPTION:Der Vortrag beschäftigt sich mit er emotionalen Dynamik der an
 tiisraelischen Protestbewegung. Im Mittelpunkt stehen dabei sogenannte „
 moralische Gefühle“\, die Subjekte im Falle einer Gewalttat zeigen und 
 die als vorreflexive Urteile verstanden werden können. Zu den wirkmächti
 gsten dieser Gefühle gehört das Gefühl der Empörung.\n\nBemerkenswert 
 war\, dass bereits unmittelbar nach dem 7. Oktober die Empörung über die
  Terrorakte der Hamas zu schwinden begann – sofern sie denn überhaupt a
 ufgekommen war. An ihre Stelle trat die – mal offen geäußerte\, mal nu
 r heimlich empfundene – Genugtuung über Gewalttaten an Jüdinnen und Ju
 den\, die wiederrum mit der Empörung über das israelische Vorgehen gerec
 htfertigt werden sollte.\n\nDas schlimmste Massaker an Jüdinnen und Juden
  nach der Shoah wurde so zum Ausgangspunkt einer neuen Welle des antisemit
 ischen Furors\, der insbesondere von Akteur:innen der globalen Linken ausg
 ing\, und der sich selbst als moralische Entrüstung missverstand. Linker 
 Antisemitismus gibt sich\, wie Jean Améry bereits in den 1960er Jahren un
 d Eva Illouz in ihrem aktuellen Buch „Der 8. Oktober“ feststellt\, ger
 ne als „ehrbarer“ oder „tugendhafter“ Antisemitismus aus.\n\nZwar 
 gilt es inzwischen als Common Sense\, dass Antisemitismus nicht nur eine n
 üchterne Weltanschauung ist\, sondern mehr noch eine Leidenschaft\, wie S
 artre es ausdrückte. Dass diese leidenschaftlichen Gefühle jedoch nicht 
 ausschließlich und vielleicht nur im Ausnahmefall in Gestalt von eruptive
 r Triebabfuhr\, sadistischer Lust oder blindem Hass auftreten\, sondern in
 sbesondere in der viel alltäglicheren Gestalt moralischer Gefühle\, trä
 gt zu ihrer gesellschaftlichen Akzeptanz\, wie subjektiven Wirksamkeit und
  Beständigkeit bei.\n\nUm dieses komplizierte Verhältnis von Antisemitis
 mus\, Moral und moralischen Gefühlen soll es in dem geplanten Vortrag geh
 en.\n\n\n\nJohanna Bach hat Soziologie und Philosophie in Frankfurt
  am Main studiert und promoviert zu dem Thema „Die Gefühlswelt des Anti
 semitismus“ an der Universität Passau. Sie ist Mitglied des AK Antisemi
 tismus der Deutschen Gesellschaft für Soziologie und forscht und publizie
 rt zu Kritischer Theorie und Emotionstheorie\, zu Antisemitismus und Recht
 sextremismus\, sowie zur Moralphilosophie des Nationalsozialismus.
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://terminal.digital/wp-content/uploads/2026
 /02/refpob-2026-02-03-19.06.09-3.avif
CATEGORIES:Vortrag, Podium
LOCATION:WIL/A120/H\, Zellescher Weg 12-14\, Dresden\, 01069 \, Deutschland
X-APPLE-STRUCTURED-LOCATION;VALUE=URI;X-ADDRESS=Zellescher Weg 12-14\, Dres
 den\, 01069 \, Deutschland;X-APPLE-RADIUS=100;X-TITLE=WIL/A120/H:geo:0,0
END:VEVENT
BEGIN:VTIMEZONE
TZID:Europe/Berlin
X-LIC-LOCATION:Europe/Berlin
BEGIN:STANDARD
DTSTART:20251026T020000
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
END:STANDARD
END:VTIMEZONE
END:VCALENDAR