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SUMMARY:…Wecker\, Waffen\, Wut und Widerstand. Lesung mit Musik
DESCRIPTION:\n\nWir laden zu einer Lesung aus Ingrid Strobls Werken zu jüd
 ischen Widerstandskämpferinnen während des Nationalsozialismus in Ost- u
 nd Westeuropa. Wir lesen aus „Sag nie\, du gehst den letzten Weg – Fra
 uen im bewaffneten Widerstand gegen Faschismus und deutsche Besatzung (198
 9) und “Die Angst kam erst danach. Jüdische Frauen im Widerstand 1939
 –1945“ (1998).\nEinige der Interviews mit den Kämpferinnen entstanden
  kurz vor ihrer Verhaftung. Im Knast setzt Ingrid Strobl ihre Arbeit an de
 n Büchern fort. Sie ist eine der ersten deutschsprachigen linken Journali
 st*innen\, die sich dem jüdischem Widerstand widmete. Ihr ist es zu verda
 nken dass wir die Geschichten und den Mut von Chaika Grossman\, Hannie Sch
 aft\, Truus Menger\, Emilia Landau\, Niuta Tejtelbojm\, Roza Robota und vi
 elen anderen kennen.\nDen berühmtesten Wecker der westdeutschen Nachkrieg
 sgeschichte kaufte einst Ingrid Strobl. Sein Ende fand das Gerät als Zeit
 zünder bei einem Brandanschlag der Revolutionären Zellen auf ein Lufthan
 sagebäude im Jahr 1986. Mit dem Anschlag protestierten die RZ\, die von d
 en 1970ern bis in die 1990er Jahre hinein in der Bundesrepublik aktiv ware
 n\, gegen die Abschiebung von Asylsuchenden sowie die Praxis des Sextouris
 mus\, die durch Lufthansa-Flüge ermöglicht wurden.\nDreißig Jahre spät
 er reflektiert Ingrid Strobl in „Vermessene Zeit – Der Wecker\, der Kn
 ast und ich“ über die Zeit im Gefängnis\, politischen Aktivismus von F
 rauen in seiner Zeit und was das mit ihr zu tun hat. Auch aus diesem Buch 
 werden wir lesen.\nIn  weiteren Büchern\, Artikeln und Radiobeiträgen b
 eschäftigte sie sich mit dem Antisemitismus in der radikalen Linken – u
 nd auch ihrem eigenen. Sie kritisiert die Essenz des Frauseins&l
 t\; und sie weiß um die Beteiligung von Frauen an den Verbrechen des
  Nationalsozialismus und wehrt sich gegen eine Essentialisierung der Frau 
 als das pazifistische Geschlecht. Sie verstört durch die Zugewandheit zu 
 ihren Schließerinnen im Gefängnis. All das macht Ingrid Strobl zu einer 
 strittigen und faszinierenden Figur.\nMusiker*in Rosa Klee begleitet die L
 esung mit Stimme und Spielzeug. Der gelesene Text trifft auf jiddische Wi
 derstandslieder. Widersprüche bekommen Raum zum Nachhallen\, Entfalten un
 d Vergegenwärtigen.\nWir bedanken uns beim Verlag Edition Nautilus für d
 as kostenfreie Überlassen der Leserechte.\n\n\n
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