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 ise-warum-die-kapitalistische-gesellschaft-an-sich-selbst-zerbricht/
SUMMARY:Norbert Trenkle: Die Verdichtung der Krise. Warum die kapitalistisc
 he Gesellschaft an sich selbst zerbricht
DESCRIPTION:Dass die kapitalistische Gesellschaft sich in einer tiefen Kris
 e befindet\, ist in den letzten Jahren fast schon zum Gemeinplatz geworden
 . Vom Klimawandel über den Verfall der Demokratie bis hin zu den Verwerfu
 ngen am Weltmarkt – die Zukunft sieht düster aus. Aber hat der Kapitali
 smus nicht schon immer Krisen hervorgebracht und sie dann jedes Mal wieder
  überwunden? Was unterscheidet die gegenwärtige Situation von früheren 
 Krisen?Dieser Vortrag vertritt die These\, dass die kapitalistische Produk
 tions- und Lebensweise zunehmend an ihre historischen Grenzen stößt. Er 
 bezieht sich dabei auf die Krisentheorie von Karl Marx\, die allerdings wi
 e vieles bei diesem Autor Fragment geblieben ist und deshalb erweitert und
  aktualisiert werden muss. Grundgedanke ist\, dass der Kapitalismus einer 
 historischen Wachstumsdynamik und Steigerungslogik unterliegt\, die nicht 
 nur ökonomischer Natur sind\, sondern die gesamte Gesellschaft erfasst. D
 iese Dynamik wird angetrieben von den inneren Widersprüchen der kapitalis
 tischen Vergesellschaftung\, die nicht auflösbar sind\, sondern sich nach
  jeder Krise\, die sie hervorbringen\, auf höherem Niveau reproduzieren.D
 och der historische Horizont für einen weiteren Aufschub von Krisen wird 
 immer enger. Die Finanzialisierung des Kapitals\, die in Reaktion auf die 
 dritte industrielle Revolution stattgefunden hat\, wird zunehmend prekär\
 ; die Zerstörung der Naturgrundlagen schlägt mittlerweile auch auf die 
 ökonomische Dynamik zurück\; und die innergesellschaftlichen und globale
 n Verteilungskämpfe lassen sich nicht mehr durch Wirtschaftswachstum und 
 Externalisierung von Kosten befrieden. Hinzu kommen die politischen und su
 bjektiven Reaktionen auf die allgemeine Bedrohungslage\, die zunehmend reg
 ressiven Charakter annehmen.Es liegt auf der Hand\, dass dieser Entwicklun
 g keine emanzipatorische Logik innewohnt. Auch bricht der Kapitalismus nic
 ht einfach zusammen und verschwindet von der Bildfläche\; vielmehr lebt e
 r in verwilderter und brutalisierter Form fort\, wenn er nicht durch eine 
 emanzipative Bewegung aufgehoben wird.
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