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SUMMARY:Die Gefallenen bleiben unter uns – Raum für kollektive Erinnerun
 g & Trauer
DESCRIPTION:Verlust ist ein zwangsläufiger Bestandteil des Lebens und Akti
 vismus. Im Angesicht aller Widrigkeiten\, denen wir uns stellen\, fordert 
 der politische Kampf immer auch Opfer ein. Der Verlust kann verbunden sein
  mit unserem politischen Kampf\, Repression\, Knast\, Krieg\, Vertreibung\
 , Femizid\, Genozid oder Klimakatastrophe. Geliebte Menschen\, Orte\, Gef
 ährt*innen\, Gewohnheiten\, Vertrautes oder ganze Spezies zu verlieren is
 t überwältigend\, wenn mensch damit allein dasteht.\nGegen die Überwäl
 tigung hilft es zu erinnern. Doch Erinnerung ist kein rein gedanklicher Pr
 ozess\, noch ist Trauer bloss Emotion. Erinnerung ist eine lebendige Aufga
 be. Wenn wir zusammenkommen und gemeinsam Verlust verarbeiten und Trauer h
 alten\, entfaltet das eine gewaltige Kraft\, die Menschen unterschiedliche
 r Geographien zusammenbringt\, den Mut gibt Risiken einzugehen und das Dur
 chhaltevermögen schenkt wieder aufzustehen\, wenn es aussichtslos scheint
 . Jede*r Gefallene ist damit ein Grund mehr weiterzukämpfen und nicht auf
 zugeben.\nKein Historiker des Herrschaftssystems wird unsere Geschichte f
 ür uns schreiben. Wir müssen uns aktiv in der Geschichte platzieren und 
 sie gemeinsam selber schreiben\, jeden Tag. In Stockholm hat ein*e anonyme
  Genoss*in den Schriftzug des Denkmals für die gefallenen Brigadist*innen
  in der Revolution 1936 in Spanien erneuert. Dort ist nun wieder lesbar: 
 „Passant*in verweile – erinnere sie mit Stolz.“ Die Geschichte von M
 enschen\, Bewegungen\, Orten und Ereignissen nicht in Vergessenheit gerate
 n zu lassen\, hilft uns beim Verarbeiten und lässt sie in unseren Herzen 
 und in unseren Bewegungen weiterleben.\nIm Rahmen der Ausstellung – In B
 ewegung – 10 Jahre Anarchistische Tage – gibt es eine Wand für kollek
 tive Trauer und Verlust. Hier dürfen alle gestalten und sich Raum nehmen.
  Es ist nicht notwendig Menschen direkt gekannt zu haben\, um um sie zu tr
 auern und sie zu erinnern\, manchmal lernen wir Genoss*innen auch erst nac
 h ihrem Tod kennen.\nWir laden euch ein zu einem Abend der gemeinsamen Eri
 nnerung. Hier können wir Trauer kollektiv teilen\, Rituale austauschen\,
  Gedanken teilen\, konkrete Geschichten erzählen\, zeichnen oder malen un
 d gemeinsam diese Wand zu gestalten. Bringt gerne Fotos\, Blumen\, Zeichnu
 ngen\, Geschichten\, Gedichte\, Lieder und Gegenstände mit.\n____________
 ____\n\nDie Veranstaltung findet im Rahmen der Anarchistischen Tage 2026 s
 tatt.\nAlle Infos zum Programm findet ihr hier.
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